Newspaper 02/2020 Sommer

Während wir Menschen uns der gegenwärtigen Sommerhitze durch Klimaanlage und Schwimmbadbesuch erwehren können, fragt sich mancher wie dies eigentlich die Tiere überstehen.

Hitzeperioden machen nicht nur uns Menschen, sondern auch den Tieren zu schaffen. Fell und Federn sind nur wenig geeignet, um Hitze abzuhalten. Damit die hohen Sommer-Temperaturen trotzdem unbeschadet überstanden werden, hat die Tierwelt ausgeklügelte Strategien entwickelt.

Während Hasen und Kaninchen ihre Körpertemperatur über die grosse Oberfläche ihrer Ohren regulieren, suchen Schweine und Rothirsche mit Wasser gefüllte Gruben auf, um sich darin ausgiebig zu suhlen, das schützt ihre Haut vor Austrocknung und Insekten.

Da Hunde und Füchse nur eine sehr geringe Anzahl Schweissdrüsen haben, hecheln sie und schaffen sich durch Verdunstung Abkühlung. Das hecheln kann man auch bei vielen Vögeln beobachten.

Ein eher anrüchiges Kühlsystem hat jedoch der Storch, welcher bei uns im Linthgebiet ja weit verbreitet ist.
In der heissen Jahreszeit haben die Störche auffällig weisse Beine. Das kommt daher, dass die Störche ihre Beine mit flüssigen Kot beschmieren. Das darin enthaltene Wasser verdunstet bei Hitze ebenfalls und kühlt so den Körper.

Liebe Tierfreunde, bitte denken Sie an die Tiere und sorgen für genügend Trinkwasser und Schattenplätze.

Auch Wildvögeln können sie ganz einfach mit Vogeltränken helfen, welche sie täglich reinigen und mit frischem Wasser auffüllen.

Im Anhang finden Sie nebst den Sommer News vom Schweizer Tierschutz noch einen Bericht über „tödliches Glas“ welches leider auch bei uns immer mehr verletzte oder tote Vögel mit sich bringt.

Titel
Info-STS-Sommer-2020.pdf
Toedliches-Glas.pdf

Newspaper 01/2020 Frühling

Wir befinden uns mitten im Frühling in der erwachenden und spriessenden Natur.

Viele einheimische Wildtiere pflanzen sich in diesen Monaten fort. Während dieser «Brut- und Setzzeit» bitten wir alle Hundehaltenden dafür zu sorgen, dass ihre Hunde die Wildtiere weder stören noch jagen.

Für viele Hundehalter ist es immer noch unverständlich, warum es problematisch ist, wenn ihr Hund einen Reh oder anderen Wildtieren nachstellt. Auch wenn das gejagte Tier vielfach nicht direkt verletzt wird, so bedeutet diese Hetzjagd für die bereits durch den Winter geschwächten Tiere enormen Stress. In Folge kommt es nicht selten zu einem Herzstillstand oder einem Abort.
Ausserdem besteht die Gefahr, dass sowohl die Wildtiere als auch der Hund auf die Strasse laufen und Jungtiere von ihren Müttern getrennt werden. Ebenfalls ein wichtiger Grund den Hund nicht frei im Wald herum laufen zu lassen, ist die in der Ostschweiz grassierende Fuchsräude. Von dieser parasitären Hautkrankheit können Hunde welche Kontakt zu Füchsen oder deren Bauten haben ebenfalls befallen werden. Daher sollten Tiere mit Juckreiz dem Tierarzt vorgestellt werden.

Haben Sie eventuell Zeit und Platz für die Pflege eines herrenlosen Tieres?
Immer wieder erreichen uns Tierschutzfälle wo wir auf private Pflegestellen angewiesen sind. Da wir über keine eigene Auffangstation verfügen suchen wir Insbesondere für Katzen, immer wieder private Pflegestellen. Für die Aufzucht von Kitten suchen wir flexible Katzenfreunde mit Zeit und Erfahrung (als 100% berufstätige kommt man hierfür leider kaum in Betracht).
Bei älteren oder kranken Tieren reicht meistens schon eine ruhigere Umgebung mit etwas Streichel- und Schmuseeinheiten.

Futter und notwendige Utensilien, sowie Tierarztkosten und Medikamente übernimmt natürlich der Tierschutz Linth.

Wenn Sie Interesse an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit oder Fragen hierzu haben,
melden Sie sich doch bitte telefonisch (079 401 13 13) oder per Email (julia.roffler@tierschutzlinth.ch).

Für aktive Unterstützung sind wir immer dankbar, wir freuen uns über Ihre Mithilfe.

Titel
2020-01-Info-STS-Deutsch.pdf